Freizeit

FLÜWO-Kids

Der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?

Warum ist die Banane krumm?

Wir lieben Bananen, schon klar. Aber was lieben die Bananen? Ganz einfach: das Sonnenlicht. Genau das sorgt für die leichte Krümmung der Frucht … Aber von vorn: Bananen wachsen aus den Blüten der Bananen­staude, die auf einem „Fruchtstand“ genannten Stängel sitzen. Aus jeder einzelnen Blüte wachsen zehn bis 20 Bananen jeweils in Form einer „Hand“. Ein Fruchtstand bringt bis zu zwölf solcher Bananen-Hände hervor. Sie wachsen anfangs gerade nach oben – in Richtung Sonne. Im Laufe des Reifungsvorgangs werden sie aber immer schwerer und die Last kann zuletzt bis zu 50 Kilo betragen: Dadurch neigt sich der Fruchtstand allmählich nach unten. Die einzelnen Bananen allerdings versuchen, sich weiterhin der lebensspendenden Sonne entgegenzu­stre­cken. Dadurch krümmen sie sich leicht. Ihre Form entsteht also aus einem Zusammenspiel von Schwerkraft und Sonnenlicht.

Lieblingsbuch

Advent im Holunderweg

Für Erwachsene ist ein Jahr schnell um, doch für Kinder tickt die Zeit ganz anders. Das liegt natürlich daran, dass es eine Menge zu entdecken gibt in den verschiedenen Jahreszeiten. Auch die Freunde Ida, Ella, Malte und Bruno aus dem Holunderweg 7 haben eine Menge Abenteuer und He­rausforderungen zu bestehen. Da sind Cleverness und auch so mancher Trick gefragt. So muss nicht nur ein verlassenes Igelkind gerettet, sondern pünktlich zum ersten Advent auch ein Notfall-Adventskalender beschafft werden. Und natürlich läuft auch einiges schief. Lustige und spannende Geschichten um eine Clique von Freunden hat die Autorin Martina Baumbach in diesem Band versammelt. Sie lassen zum Jahresende noch einmal die bestandenen Erlebnisse aufleben und kreisen um zwei brennende Fragen: Was wird wohl Weihnachten passieren? Und was im nächsten Jahr?

Martina Baumbach: Advent im Holunderweg – 24 Geschichten bis zum Weihnachtsfest, Gabriel Verlag, 13 Euro

Wer erfand eigentlich …

... das Skateboard?

Es war irgendwann in den 1950er-Jahren, als sich an der Südwestküste Kaliforniens eine Menge junger Frauen und Männer langweilte. Wegen flauer Winde und zu geringem Wellengang konn­ten sie mit ihren Surfbrettern nicht raus aufs Meer. Einer von ihnen – sein Name ist leider nicht bekannt – schraubte einfach Rollen unter sein Brett und begann damit auf dem Asphalt zu üben. Weil diese Idee viele Anhänger fand, wurde das Skateboarding rasch zu einer eigenständigen Sportart. 1964 wurden die ersten Skateboards industriell gefertigt und im Jahr darauf erschienen auch schon die ersten Skateboardmagazine. In Anaheim (Kalifornien) fanden wenig später die ersten Skateboardmeisterschaften statt. Ging es zunächst um Slalom, Hoch- und Weitsprung, wurden bald regelrechte Parcours mit Schrägen und Rundungen ge­baut. Erst 1975 kam das Skateboarding nach Deutsch­land. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche weitere Arten, diesen Sport auszuüben, zum Beispiel das Streetskating.

Warum frieren Vögel nicht?

Viele Vogelarten fliegen in den Süden, um dort bei milden Temperaturen zu überwintern. Die Artgenossen, die sich hier Schnee und Frost stellen, haben es zwar nicht leicht, Nahrung zu finden, aber vor zu großer Kälte müssen sie sich nicht fürchten. Die Natur hat sich etwas Tolles ausgedacht: das aufgeplusterte Gefieder, das die Vögel im Winter dicker erscheinen lässt, schützt sie zuverlässig bei eisigen Temperaturen. Dabei werden die Federn aufge­bauscht, sodass Zwischenräume entstehen, die wie kleine Luftpolster wirken. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, verhindern diese Polster, dass die Körperwärme von Amseln, Meisen oder Eulen nach außen abgeleitet wird. Wir Menschen machen uns diesen Effekt durch Daunendecken und -jacken zunutze.

Lieblingsbuch

Das Jahr, als die Bienen kamen

Von ihrem Großvater erbt Josy einen Bienenstock. Schön und gut, doch was soll sie in der Großstadt damit anfangen? Und wie hegt und pflegt man solch ein Bienenvolk? Josy muss nicht lange überlegen: Sie ist fest entschlossen, tief in das Geheimnis der summenden Honigsammlerinnen einzutauchen. Mit ihr lernen auch die Leser, worauf es ankommt, damit im Bienenstock alles geschäftig, reibungslos und gemütlich warm vonstattengeht. Doch dann steht Josys Familie plötzlich inmitten eines schwärmenden Bienenvolks. Selbst die Feuerwehr rückt an. Die Eltern sind entsetzt und fordern ein Ende der Imkerei. „Die Bienen gebe ich auf keinen Fall auf!“, lautet Josys Devise, doch dafür muss sie sich etwas einfallen lassen. Ein spannendes und lehrreiches Buch rund um das Summen, das wir in den letzten Jahren so oft vermisst haben.

Petra Postert und Katja Spitzer (Illustrationen): Das Jahr, als die Bienen kamen, Tulipan Verlag, 13 Euro, ab 10 Jahren

Wer erfand eigentlich …

... das Kaugummi?

Thomas Adams traf in Staten Island in New York den späteren mexikanischen Staatspräsidenten Antonio López de Santa Anna, der hier zeitweise im Exil lebte. Er machte Adams mit dem Naturlatex aus dem Milchsaft (Chicle) des Breiapfelbaums bekannt. Mit dem jahrhundertelang von den Indianern genutzten Stoff versuchte er einen Kautschukersatz für die Reifenproduktion zu entwickeln. Doch alle Versuche schlugen fehl. Als er den Rest seines Chicles in den East River werfen wollte, hörte er, wie ein Mädchen an einem Kiosk Kaugummi verlangte; das wurde damals aus Paraffinwachs hergestellt. Da kam ihm eine Idee: Mit seinem Sohn entwickelte er aus seinem Chicle ein wesentlich schmackhafteres Produkt und dazu eine Maschine, die das Kaugummi in Streifen schnitt. Dafür erhielt er ein Patent, und auch seine Streifen fanden reißenden Absatz. 1874 brachte er den Black Jack, ein Kaugummi mit Lakritz­ge­schmack, heraus und im Jahr 1888 war Adams' Kaugummi­kreation Tutti-Frutti bereits in den allerersten Verkaufsautomaten erhältlich.

Warum wird uns bei scharfem Essen heiß?

Plötzlich haben wir Schweißtropfen auf der Stirn, hecheln, das Gesicht wird rot – und das alles nur wegen des Bisses auf eine kleine Chili-Schote! Aber auch andere scharfe Lebensmittel regen den Blutkreislauf an und bringen den Körper zum Arbeiten. Gewürze – wie etwa Pfeffer – beinhalten Piperin. Dieser Stoff bewirkt die Ausschüttung des Glückshormons Endomorphin, das mit dem Gefühl von Wärme Wohlbefinden in uns auslöst. Außerdem regen scharfe Gewürze mit dem darin enthaltenen Capsaicin empfindliche Wärme-Rezeptoren an. Wir empfinden also einen Wärme-Reiz, obwohl es gar nicht wärmer ist. Sofort reagiert der Körper mit Gegenmaßnahmen und beginnt zu schwitzen. Einigen Scharfmachern werden sogar gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. So wirkt Meerrettich desinfizierend, andere Gewürze bewirken eine Anregung unserer Geschmacksnerven und Ingwer kann gegen Schwindel und Übelkeit helfen.

Wer erfand eigentlich...

...die Currywurst?

 

Unfassbare 800 Millionen Currywürste werden in Deutschland jedes Jahr verzehrt. Meist in Imbissen, Kantinen oder auch zu Hause. Ihre Besonderheit: Die feinen und vorgegarten Brühwürste mit oder ohne Darm werden geschnitten und dann mit einer tomaten- und curryhaltigen Soße serviert. Die Erfindung reklamierte Herta Heuwer für sich, die ab dem Sommer 1949 einen Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg betrieb. Ihre Sauce ließ sie als Wort-Bild-Marke Chillup (eine Wortmischung aus Chili und Ketchup) als Warenzeichen eintragen. Zeitlebens bestand sie darauf, weder Ketchup noch fertige Gewürzmischungen benutzt zu haben. Ebenfalls beteiligt war wohl auch der Schlachter Maximilian Brückner, der wegen des Mangels von Naturdärmen in der Nachkriegszeit seine „Spandauer ohne Pelle“ bekannt machte. Heute gibt es ganz unterschiedliche Varianten.

Lieblingsbuch

Alles, was du brauchst

Klar, ein Freund gehört ebenso dazu wie ein Fahrrad. Und nicht zu vergessen, eine Mutter, auch wenn sie manchmal nervt. Und dann muss noch ein Stofftier her und ein Lieblingsgericht, das man selbst kochen kann. Liebevoll und anrührend schreibt der vielfach für seine Erwachsenenliteratur preisgekrönte Autor Christoph Hein über 20 Lieblingsdinge, die man unbedingt haben sollte. Dazu gehören jene, die man sich selbst erobern kann und die für das ganze Leben wichtig bleiben. Ein Instrument spielen zu können steht auf dieser magischen Liste. So ganz nebenbei begreifen kleine und auch große Leser, was wirklich wichtig ist im Leben. Ein nachdenklich stimmendes, fast poetisches Kinderbuch.

Christoph Hein: Alles, was du brauchst: Die 20 wichtigsten Dinge im Leben, Carl Hanser Verlag, 15 Euro.

Eine nietenfeste Erfindung!

Großartige Erfindungen kommen manchmal ganz einfach daher, doch sie können die ganze Menschheit neu einkleiden. Dem deutsch-amerikanischen Industriellen Levi Strauss gelang so ein Wunder: Er erfand die Jeans. In der Nähe von Bamberg als Sohn jüdischer Eltern geboren, wanderte die Mutter mit ihm und zwei seiner Schwestern nach Amerika aus. Strauss stieg in den New Yorker Textilhandel seiner Onkel ein. Als der Goldrausch ausbrach, zog es auch Levi Strauss in Richtung San Francisco. Er gründete einen Handel für Kurzwaren und Stoffe. Die Goldgräber, die sich bei ihm einkleideten, fragten nach strapazierfähigen Baumwollhosen. Als ihm der aus Riga stammende Schneider Jacob Davis von seiner Idee erzählte, die Ecken der Hosentaschen und das Ende des Hosenlatzes mit Kupfernieten, wie man sie für Pferdegeschirr verwendete, zu verstärken, meldete er mit ihm zusammen ein Patent an. Die „Nietenhose“ fand sofort reißenden Absatz. Heute beschäftigt die von Strauss gegründete Firma ca. 14.000 Mitarbeiter.

Was ist eigentlich …

... ein Meteorit?

Einsam ziehen die Meteoriten genannten Gesteins- oder Metallbrocken durch das dunkle All. Geraten sie allerdings in den Anziehungsbereich von Planeten oder Sonnen, werden ihre Bahnen manchmal so verändert, dass sie auf die Himmelskörper fallen. Beim Sturz durch unsere Atmosphäre sehen wir sie dann als Sternschnuppen am nächtlichen Himmel. Ihr Lichtschein entsteht durch die sie umgebende erhitzte Luft. Sind die Brocken besonders groß, können sie schwerste Verwüstungen anrichten, wenn sie auf die Erde fallen. So soll der Einschlag eines Meteoriten vor 65 Millionen Jahren das Aussterben der Dinosaurier zur Folge gehabt haben. Am 15. Februar 2013 schlug ein Meteorit am Ural ein. Seine Sprengkraft war ungefähr vergleichbar mit 500 bis 600 Kilotonnen TNT-Sprengstoff. 1908 wurden bei einem Einschlag in Sibirien 80 Millionen Bäume auf einer Fläche gefällt, die fast so groß ist wie das Saarland. Die meisten Meteoriten, die auf die Erde treffen, sind jedoch viel kleiner.

Lieblingsbuch

Vom Knappen zum Raubritter

Klar bin ich ein großer Raubritter, sagt sich Knirps – und damit die Karriere auch gleich ordentlich startet, will er beim berüchtigten Rodrigo Raubein in die Lehre gehen. Der verlangt allerdings eine Mutprobe. Knirps lauert also der Kutsche von Prinzessin Flip auf, um sie zu entführen. Doch der mächtige Zauberer Rabanus Rochus und sein listiger Drache haben es auf ihn abgesehen. Der bereits 1995 gestorbene Michael Ende hat die ersten Kapitel hinterlassen, die von Wieland Freund vervollständigt wurden. Eine Hommage an den großen Autor, der mit seiner „Unendlichen Geschichte“ Millionen von Lesern in seinen Bann gezogen hat.

Michael Ende und Wieland Freund: Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe, Thienemann Verlag, 17 Euro, 6–8 Jahre.

Warum weht der Wind?

Der Wind kann Drachen steigen lassen, unsere Haare zerzausen und Windrotoren in Bewegung setzen. Doch wie entsteht Wind eigentlich? Dazu braucht es unterschiedlich erwärmte Luftschichten. Die entstehen, weil die Sonne die Luftmassen über dem Land schneller erwärmt als die über dem Meer. Die warme Luft steigt so schnell in die Höhe, dass eine Lücke entsteht. Dort hinein strömt die Meeresluft und aus dieser Bewegung entsteht der Seewind. In höheren Luftschichten ist es umgekehrt: Die kühle Luft über dem Meer ist schwerer und sinkt nach unten. Außerdem erwärmt die Sonne die Luft in den verschiedenen Klimaregionen unterschiedlich. Dadurch strömen die Luftmassen vom heißen Äquator zu den kalten Polen und steigen dort auf. Es entsteht ein Kreislauf, der so lange in Gang gehalten wird, wie unsere Erde von einer Atmosphäre umgeben ist. An der Küste weht der Wind am Abend meist in Richtung Meer. Das ist ein Grund dafür, dass die Segelschiffe oft abends mit diesem Rückenwind den sicheren Hafen verlassen.

Was ist eigentlich …

Der Scheibenwischer

Im Jahr 1903 besuchte die Amerikanerin Mary Anderson New York. An einem frostigen Tag beobachtete sie, wie vor ihr eine Straßenbahn abrupt stoppte. Der Fahrer stieg aus und versuchte, mit einem Lappen den Eisregen von den Scheiben zu wischen. Die agile Bauunternehmerin, Rancherin und Winzerin hatte eine Idee und fertigte zu Hause sofort eine Zeichnung an. Sie entwarf einen Hebel, der mit einem gefederten Schwingarm verbunden war. Dafür konstruierte sie eine Gummilippe. Angebaut wurde der Hebel, dessen Verlängerung durch die Karosserie führte, neben dem Lenkrad. Betrieben wurde er zunächst mit der Hand. Mary Anderson meldete ihre Erfindung zum Patent an, doch so richtig wollte sich niemand an das moderne Ding herantrauen. Eine kanadische Firma baute einige dieser Scheibenwischer, doch sie blieben zunächst unbeachtet. Erst 20 Jahre später, das Patent war leider schon abgelaufen, bauten immer mehr Autohersteller die Vorrichtung in ihre Wagen ein. Heute werden Scheibenwischer elektrisch betrieben, doch das Grundprinzip ist gleich geblieben.

Lieblingsbuch

Wie man ein Zottorunkel zähmt

Ja, dieses Monster ist monstermäßig frech. Tritt einfach in der Nacht die Tür ein und sucht in allen Schränken und Schubladen nach Schokolade. Es schlürft, schmatzt und kleckert. Anschließend aufräumen? Kommt für das Zottorunkel nicht infrage. Da schüttelt es lieber sein zotteliges Fell. Doch es gibt einen Trick, mit dem man sogar dem ungezogensten Monster Benehmen beibringen kann. Es lernt sogar „Bitte“ und „Danke“ zu sagen. Unglaublich, oder? In dem liebevoll von Andrea Schomburg geschriebenen und von Katja Gehrmann illustrierten Buch wird eines klar: Vor Monstern muss man keine Angst haben, man kann sie sogar erziehen.

Andrea Schomburg: Wie man ein Zottorunkel zähmt, Fischer Sauerländer, 14,99 Euro. Ab 4 Jahren.

Warum wird das Ei beim Kochen hart?

Ein leckeres Frühstücksei kann man ganz nach Geschmack weich oder hart zubereiten. Dies erreicht man durch die richtige Länge der Kochzeit der möglichst vollkommen mit Wasser bedeckten Eier. Die Kochdauer liegt zwischen 4,5 und zehn Minuten. Sie hängt nicht nur von der Größe des Eis ab, sondern auch davon, ob es bei Zimmertemperatur gelagert wurde oder direkt aus dem Kühlschrank kommt. Das Ei selbst besteht aus dem Eidotter oder auch Eigelb, dem Eiweiß oder Eiklar sowie der Dotterhaut, der inneren und äußeren Eihaut sowie den Hagelschnüren und dem Keimfleck. Der Dotter beinhaltet Nährstoffe wie Fette, Eiweiße sowie Mineralien und Vitamine, während das Eiklar zu 90 Prozent aus Wasser und zu zehn Prozent aus Protein besteht. Durch das Kochen stockt das Ei und wird allmählich fest. Beim Eiklar geschieht dies bei 62 Grad und beim Eidotter bei 68 Grad. Aus diesem Grund sind die beiden Bestandteile des Eis unterschiedlich fest. Werden Eier länger als zehn bis zwölf Minuten gekocht, ist das gesamte Ei meist vollkommen hart.

Lieblingsbuch

Das kleine Böse Buch

Grummel, grummel. So richtig fies und gemein will das Buch werden, doch das geht natürlich nur mithilfe seiner Leser. Und die müssen sich ordentlich ins Zeug legen. Blöd nur, dass es eigentlich ein sehr nettes und freundliches Buch ist. Doch was soll man da machen? Zunächst will das Buch seinen Lesern etwas klauen, dann muss es etwas Verbotenes tun, anschließend will es den Leser reinlegen, und klar: Am Ende muss es noch eine besonders gruselige Geschichte erzählen. Doch so sehr sich das Buch auch abmüht, böse zu werden, so richtig klappen will das nicht. Klar, zwar sprechen alle Bücher mit den Lesern, doch dieses zieht die Kinder gleich in Scharen in seinen Bann. Ein Buch, das selbst Lesemuffel nicht mehr loslässt.

Magnus Myst: Das kleine Böse Buch, Ueberreuter Verlag

Wer war eigentlich …

... Leonardo da Vinci?

Der 1452 geborene da Vinci gilt als größtes Universalgenie der Menschheitsgeschichte. Weil seine außergewöhnliche Begabung schon in seiner Kindheit auffiel, lernte er bei verschiedenen Meistern zunächst die Bildhauerei, die Malerei und die Goldschmiedekunst. Dem Künstler kam es bei seiner Malerei vor allem auf die getreue Abbildung der Natur an. Seine Ideen notierte der als freundlich und aufgeschlossen geltende Leonardo da Vinci in seinen Notizbüchern. Schon früh erhielt er Aufträge von einigen Klöstern oder vom Hof der Sforza, der Herzöge von Mailand. Um sich die Gunst seiner Gönner zu erhalten, entwickelte er ebenfalls Militärtechnik wie Panzer, Flugmaschinen, einen Taucheranzug oder ein U-Boot. Auch die Gewinnung von Energie aus Sonnenstrahlung geht auf ihn zurück. Aber er kümmerte sich auch um die Stadtbewässerung und organisierte die erste Müllabfuhr Mailands. Von 1494 bis 1498 malte er das berühmte „Abendmahl“, etwas später entstand die „Mona Lisa“.

Warum bekommt man im Winter kalte Füße?

In dieser Jahreszeit kann es ganz schön frisch werden. Sogar Frost ist möglich. Darauf reagiert auch unser Körper: Er schaltet einfach runter in den Wintermodus. Der Blutstrom versorgt jetzt intensiv die inneren Organe, um sie besser zu schützen. Genau das geht auf Kosten der Finger und Füße. Dort verengen sich die Gefäße und diese Gliedmaßen werden kalt. Das ist ein ganz normaler Prozess, der bei allen Menschen vorkommt. Besonders stark betroffen sind allerdings Frauen, bei denen die Blutumleitung auf die inneren Organe besonders ausgeprägt ist, weil es unter Umständen gilt, einen Fötus zu schützen.

 

Gegen kalte Füße können gute Schuhe helfen, die gleichzeitig luftdurchlässig und wasserdicht sind, dabei aber auch eine gute Wärmeisolierung aufweisen sollten. Ein unschlagbares Mittel gegen kalte Füße sind übrigens immer noch die guten alten Wollsocken.

 

Wer war eigentlich?

… Konrad Koch?

Den Namen noch nie gehört? Dabei führte der Lehrer vor fast 150 Jahren in Deutschland etwas ein, das heute gar nicht mehr wegzudenken ist: das Fußballspiel. Er verankerte diese neue Sportart in den ebenfalls von ihm erfundenen „Schulspielen“, womit nichts anderes als der Turnunterricht gemeint war. 1874 war es so weit. Nachdem Koch sich einen echten Fußball aus England hatte schicken lassen, stellte er auf dem „Kleinen Exerzierplatz“ in Braunschweig zwei Teams auf, erklärte kurz die Grundregeln und dann ging es los: Das erste Fußballspiel auf deutschem Boden wurde ausgetragen. Dass er damit eine Lawine lostrat und sich der Fußball rasend schnell über den Schulsport hinaus in ganz Deutschland verbreiten würde, hatte er sich sicher nicht träumen lassen. Besonders die Förderung von Disziplin und Teamgeist wollte er anregen, weshalb er das Treten gegen das Schienbein verbot. Bereits 1894 gab es dann die ersten Länderspiele gegen Mannschaften aus Großbritannien und den Niederlanden. Koch starb im Jahr 1911.

Lieblingsbuch

Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten

Es ist Heiligabend. Tannenbäume werden geschmückt und Geschenke eingepackt. Nur bei den Kindern Pelle, Bosse und Inga geht es traurig zu. Ihre Mutter musste plötzlich ins Krankenhaus und der Vater ist als Seemann in der weiten Welt unterwegs. Da klopft es plötzlich an der Tür, und mit leuchtenden Augen steht Pippi Langstrumpf mit Essen und Geschenken da. Selbstverständlich hat sie auch einen mit Süßigkeiten geschmückten Weihnachtsbaum dabei. Mit von der Partie sind ihr Schimmel und ihr Affe Herr Nilsson. Und dann wird nicht um, sondern mit dem Tannenbaum getanzt, weil der schließlich auch mal Spaß haben will. Dieses Kinderbuch wurde 2002 zufällig im Astrid-Lindgren-Archiv in Stockholm entdeckt – was für eine großartige Überraschung!

Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten
(Illustrationen Katrin Engelking), Oetinger, 9 Euro

Wie kommt der Schlafsand in die Augen?

Ganz unter uns: Der Sandmann war’s nicht. Die Krümel, die wir uns morgens herausreiben, sind so etwas wie die Müllabfuhr unseres Körpers. Zusammengesetzt ist der Schlafsand, der auch Matzel oder Krenak genannt wird, aus Staubpartikeln, Zellresten und getrockneten Sekreten. Endprodukte unserer körpereigenen Aufräumaktion. Weil die Augen nachts geschlossen sind, sammelt sich die Tränenflüssigkeit an den Lidrändern und trocknet. Übrig bleiben die nicht mehr benötigten Reste. Tagsüber reinigen wir die mit unseren Lidbewegungen heraus.

 

Sind die Augenlider allerdings regelrecht verklebt und sind dazu die Augen gerötet oder jucken sie, dann deutet dies auf eine Entzündung oder Infektion hin. Also lieber mal beim Arzt vorbeischauen. Sollten die Augen morgens brennen, dann kann es sein, dass zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet wird. In diesem Fall helfen Augentropfen.

 

Wer war eigentlich …… Horst Brandstätter

Das von ihm entwickelte Produkt hat sicher auch jeder Erwachsene bereits in der Hand gehabt: eine Playmobilfigur. Mehr als zwei Milliarden Polizisten, Pilotinnen oder Bauarbeiter aus Plastik tummeln sich weltweit. Horst Brandstätter wurde 1933 geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Kinderheimen. 1954 trat er in das in Zirndorf bei Fürth beheimatete Unternehmen seines Onkels ein, in dem Spielzeugtelefone, Spardosen und Kaufladenartikel aus Plastik hergestellt wurden. 1958 hatte man mit Hula-Hoop-Reifen einen Renner im Programm.

 

Zusammen mit dem Entwickler Hans Beck etablierte Brandstätter die Playmobilfiguren, die zunächst nur farblich unterschiedlich waren und sich jeweils durch besondere Ausstattungsteile auszeichneten. 1974 startete die Produktion, die sofort äußerst erfolgreich war und blieb. Das Magazin Forbes schätzte Brandstätters Vermögen auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Er starb 2015 und brachte einen Großteil seines Vermögens in eine Stiftung ein, die Kinder- und Jugendprojekte unterstützt.

Lieblingsbuch

Die Welt ist Maus

Mäuse sind schlau und wissbegierig. Kein Wunder, dass die Mäuseuniversitäten ordentlich Zulauf haben. Mit von der Partie ist auch Pete, der eines Tages eine vergilbte Tagebuchnotiz seines Urahns findet. Sollte die echt sein, dann verbirgt sich ein Schatz auf dem Meeresgrund, der es in sich hat. Doch wie da hinkommen? Pete setzt sich mit seinem Professor zusammen und los geht es mit der Planung. Natürlich geht einiges schief, denn wer hätte schon mit Krabben und ihren Scheren gerechnet, die das selbst gezimmerte U-Boot angreifen? Mal abgesehen von den neugierigen Menschen. Doch Pete lässt nicht locker und stößt tatsächlich auf einen Fund, der die ganze Mausheit und auch die Menschheit für immer erleuchten wird.

 

Ein großartiges Lesevergnügen mit hinreißenden Illustrationen. Maus, Maus, hurra!

Warum sind die Bienen so wichtig?

Das geschäftige Summen der Bienen gehört eigentlich zum Sommer, doch in den letzten Jahren ist ihr Brummen leiser geworden. Der Grund ist ein regelrechtes Bienensterben. Verursacht wird es durch die Monokulturen der Landwirtschaft und den massenhaften Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, der sich meist tödlich auf die Insekten auswirkt. Dass wir keinen Honig mehr bekommen, könnten wir verschmerzen. Schlecht sieht es allerdings bei dem Drittel unserer Lebensmittel aus, das nur nach der Bestäubung durch Bienen wächst. Dazu gehören beispielsweise Äpfel, Kirschen oder Pflaumen. Fallen die Ernten weg, könnte sich die Menschheit kaum noch ernähren. Außerdem sorgt die Bestäubung durch Bienen für Vielfalt und Buntheit in unserer Natur. Denn nur um die Bienen anzulocken, entwickelten die Pflanzen ihre Düfte und leuch­tenden Farben.

Lieblingsbuch

Wenn der Postmann klingelt …

… kann es eine faustdicke Überraschung geben. „Bitte nicht öffnen. Bissig!“, steht auf dem Päckchen. Klar, dass Nemo nicht widerstehen kann – und schon ist es passiert: Aus dem Karton springt eine Plüschfigur, ein hungriger Yeti-Ritter, der auf den Namen „Icy-Ice-Monsta“ hört. Trotz Sommer fängt es plötzlich draußen an zu schneien und der Yeti beginnt zu wachsen, wird immer größer und will nach Hause. Aber wie soll das gehen? Zuerst muss das Geheimnis um den Absender des Päckchens gelüftet werden. Nemo und seine Freunde kommen ganz schön ins Schwitzen und auch der Yeti ist nicht gerade ein pflegeleichter Geselle. Das Buch ist witzig und locker geschrieben, die Illustrationen von Fréderic Bertrand sind eine Klasse für sich. Ein super Lesespaß für Kids. 8–11 Jahre.

Charlotte Habersack: Bitte nicht öffnen. Bissig! (Bd. 1), Carlsen, 9,99 Euro

Torben Kuhlmann: Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes. NordSüd Verlag, 22 Euro, ab 5 Jahren.

Wer war eigentlich …

… Clive Staples Lewis?

Wer kennt sie nicht, die „Chroniken von Narnia“, die der irische Schriftsteller und Literaturwissenschaftler verfasste? Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht in den mysteriösen Schrank gestiegen ist, der direkt in das Königreich führt. Der 1898 in Belfast geborene Lewis schrieb außer dieser Fantasy-Geschichte zahlreiche weitere Bücher, etwa „Die Perelandra-
Trilogie“. Der Kampf des Guten gegen das Böse, die Verantwortung des Einzelnen für die Gemein-
schaft – immer waren seine Werke von christlichen Werten geprägt. Zusammen mit seinem Bruder „Warnie“ und J. R. R. Tolkien debattierte er im Freundeskreis „Inklings“ über fantastische Literatur. 1948 wurde er Mitglied der englischen Royal
Society und erhielt in den folgenden drei Jahren insgesamt drei Ehrendoktorwürden. Mit dem Tolkien-Hype wurden auch Lewis’ Bücher wieder populärer und gewannen nach der Verfilmung im Jahr 2005 rasant an neuen Fans. C. S. Lewis, nach dem auch ein Asteroid benannt wurde, starb im November 1963.

Die Unglaublichen 2

Bei der Superheldenfamilie läuft alles ganz normal: Mama Helen setzt sich als Politikerin für die Rechte von Superhelden ein, Gatte Bob gibt den Hausmann. Er kocht und wechselt bei Baby Jack-Jack die Windeln. Doch dann taucht Bösewicht Screenslaver auf und stellt die Unglaublichen auf eine harte Probe. Alles scheint verloren, da entdeckt Baby Jack-Jack seine Superkraft.

Filmstart: 27. September 2018

Was ist ein Sonnenbrand?

Meist melden sich die Schmerzen erst nach Stunden, doch dann geht es richtig zur Sache. Wer sich zu lange ungeschützt in die Sonne gelegt hat, kann schwere Schäden der Haut davontragen. Und weil die nichts vergisst, steigert jeder Sonnenbrand das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Selbst die Hautalterung wird beschleunigt. Sonnenbrand entsteht durch die ultraviolette Strahlung (UV) der Sonne. Die Haut kann das Farbpigment Melanin nicht mehr ausreichend produzieren, das Sonnenlicht dringt ungehindert in die Haut ein und schädigt dort das Zellgewebe. Darauf reagiert der Körper mit Entzündungsreaktionen. Es entstehen Rötungen, weil sich die Blutgefäße in der Lederhaut erweitern. Wie viel Sonne ein Mensch vertragen kann, hängt vom Hauttyp ab. Auch die Augen müssen vor der Sonne geschützt werden. Also unbedingt auf UV-Schutz in den Brillengläsern achten.

Lieblingsbuch

Passwort Villa X

Drei Fünfen geschrieben und zack, schon wieder eine neue Schule. Der zwölfjährige Carlo wird prompt auf ein Internat für Hochbegabte geschickt, weil die Eltern glauben, ihr Sohn sei ein Genie, das sich in einer normalen Schule nur langweilt. Kein Wunder, denn der Großvater war Nobelpreisträger. Doch Carlo hält sich keineswegs für etwas Besonderes, schon gar nicht für einen Überflieger. Dann kidnappt eine dubiose Firma 40 Kinder und will von den reichen Eltern Lösegeld erpressen. Carlo und sein Freund Hamid schmieden einen cleveren Plan, um die Firma auszutricksen. Der kann nur gelingen, wenn alle zusammenhalten.

 

Cornelia Franz hat einen spannenden Abenteuerroman geschrieben, der sich mit Witz und seinem tollen Erzählstil wohltuend von dem Einheitsbrei mancher amerikanischer "Spitzen"-Autoren abhebt.

Cornelia Franz: Passwort Villa X, dtv, 12,95 Euro.

Wer waren eigentlich …

... die Asterix-Erfinder?

Wer kennt es nicht, das kleine, unbesiegbare gallische Dorf im heutigen Frankreich. Hier wohnen Asterix und Obelix, deren Lieblingsbeschäftigung es ist, sich mit den Römern zu prügeln. Doch vorher gibt es natürlich einen Schluck vom Zaubertrank. Das Licht der Welt erblickten die beiden im Jahr 1959. Erschaffen vom Autor René Goscinny und dem Zeichner Albert Uderzo. Die beiden lernten sich 1951 kennen und schufen eine Reihe von Kinderbüchern. Der Autor Goscinny hatte zunächst selbst gezeichnet und die Abenteuer des Cowboys Lucky Luke mitentwickelt. Aber auch dem Indianer Umpah-Pah und dem Großwesir Isnogud verhalf er zum Leben. Bei der Entwicklung der Asterix-Hefte konzentrierte er sich auf die Szenenentwicklung und Autorenschaft, die Zeichnungen fertigte Albert Uderzo an. Der Sohn italienischer Einwanderer hatte sich selbst das Handwerkszeug eines Comic-Zeichners beigebracht und illustrierte zahlreiche weitere Serien. Nach dem Tod seines Partners Goscinny (Foto) im Jahr 1977 führte Uderzo seine zeichnerische Tätigkeit fort, zog sich aber 2009 zurück.

Wie entsteht Hagel?

Verantwortlich sind Gewitterwolken. Darin pustet der Aufwind die
Regentropfen immer höher. Bis in Regionen, in denen es minus 80 Grad Celsius kalt ist. Fallen die nun gefrorenen Tropfen wieder he­runter, sammeln sie dabei Regentropfen auf. Weil das mehrfach passieren kann, werden die Hagelkörner größer und größer: im Extremfall bis zu den Ausmaßen eines Fußballs. Normalerweise schmelzen sie auf dem Weg zur Erdoberfläche, doch stößt die Gewitterfront auf eine Kaltfront, prasseln sie gefroren auf die Erde. Da sie dort manchmal mit der Größe von Tennisbällen aufschlagen können, kann es zu schweren Schäden kommen. Außerdem besteht Lebensgefahr. Bei Hagel daher lieber Schutz in einem geschlossenen Raum oder unter einer Überdachung suchen.

Fotos/Illustration: bergamont – stock.adobe.com; Parilov – stock.adobe.com; Gabriel Verlag; Haufe Newtimes

29.11.2019

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